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Filhol, Elisabeth | Wend, Cornelia

Der Reaktor

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix France Culture Télérama

Der Reaktor
Erscheinungsdatum 30.05.2011
Verlag/Hersteller Edition Nautilus
ISBN 9783894017408
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€ 16,00 inkl. MwSt.
 

Informationen

Bibliographische Angaben Filhol, Elisabeth | Wend, Cornelia, 121 Seiten, 252 gr.
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Schlagworte Kernkraftwerk, Kernkraftwerk, Prix France Culture Télérama

Über diesen Artikel

Von außen gesehen nichts Beunruhigendes. Die Dampfwolken steigen über den Kühltürmen auf, und die sich über fünfhundert Hektar ausdehnende Anlage ist ein friedlicher Ort. Beeindruckend, aber friedlich. Unter Kontrolle. Ausgehend von diesem ersten Eindruck denkt man, auch drinnen müsste Stille herrschen, am Ort der Arbeit, Stammpersonal, Sicherheit und eine ununterbrochene Produktion, die seit ihren Anfängen nach den immer gleichen Gesetzen abläuft. Drei Selbstmorde in sechs Monaten. Und alle fragen sich, ob hinter der trügerischen Ruhe das System nicht langsam außer Kontrolle gerät, und ob Männer, von denen man vermutete, dass sie die Maschine steuern, künstlich unter Druck gehalten werden, bis sie irgendwann selber Risse bekommen, wie lange kann das so gehen, wann ist der Punkt erreicht, an dem es bricht? Über die Kohäsionskräfte des Atomkerns weiß man nicht besonders viel, aber man testet sie, man erkennt ihre eigentliche Größe erst während des Bombardements der Atome im Herz des Reaktors, das exakte Maß der Bindungsenergie, wenn der Kern sich spaltet, ein Riss hat sich aufgetan, ein Tabu ist gefallen, durch die Handlung eines Einzelnen, und das führt zu einer Kettenreaktion.
Ein Kernkraftwerk. Kein sehr literarisches Thema? Nicht wirklich verlockend? Ganz im Gegenteil, wie dieser Überraschungserfolg mit Ausnahmecharakter beweist: ein Debütroman auf der Höhe des Menschen und einer Gesellschaft, die dabei ist, ihre Orientierung zu verlieren. Die Autorin holt das, was viele bereits vor ihr geschrieben haben, auf eine Weise hervor, die bemerkenswert ist, dank eines tragenden und präzisen Stils, der verhindert, dass sie ins Demagogische verfällt. Spannungsgeladen und gefühlvoll. Das größte literarische Ereignis zum Jahresbeginn. (Daniel Martin, Le Monde Magazine)

Über den Autor

Elisabeth Filhol wurde am ersten Mai 1965 in Mende, Dépardement Lozère, Frankreich, geboren. Sie hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paris-Dauphine studiert und im industriellen Sektor als Buchprüferin, in der Leitung des Finanzwesens, in der Wirtschaftsanalyse und als Beraterin von Betriebsräten gearbeitet. Heute lebt sie in Angers.

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